Performance Probleme in Dynamics NAV

Performance Probleme in Dynamics NAV

 

Performance Probleme in Dynamics NAV ist auch unter NAV 2017 und dem SQL Server 2016 immer noch ein Thema.

Vor einigen Tagen habe ich eine neue virtuelle Maschine mit Dynamics NAV und dem SQL Server 2016 aufgesetzt, um ein Performance Troubleshooting mit dem „Query Store“ (Abfragespeicher) zu testen.

Ich bin ein leidenschaftlicher SQL Server Datenbankarchitekt, Software Engineer und ein Dynamics NAV Performance Troubleshooter. Kann ich mich in Zukunft nach einem anderen Betätigungsfeld umsehen, da ihnen nun der SQL Server 2016 mit dem sogenannten Abfragespeicher („Query Store“) ein Troubleshooting Tool in die Hand liefert, mit dem sie selbstständig Ausführungspläne „Plan Regressions“ analysieren und schlussendlich beheben können. Werden auch die teilweise hochpreisigen Performanceüberwachungstools von Drittherstellern, wenn sie es nicht schon sind, überflüssig?

Ich fände es gut!

Klar, unser Team lebt teilweise von den Problemen anderer mit Dynamics NAV und dem SQL Server. Sehr oft werde ich bei verschiedenen Dynamics NAV und SQL Server Blocking Problemen kontaktiert, um diese mit den „Vision 8 Tools“ effizient zu lösen. Sehe ich den „neuen“ Kollegen als Gefahr oder als Bereicherung für die Dynamics NAV Welt an?

Ich möchte ihnen das neue SQL Server Tool kurz vorstellen und ein wenig zeigen, wie gut bzw. schlecht es seinen Job macht.


Um was handelt es sich dabei bei dem neuen Feature „SQL Server Query Store“?


Mit dem neuen Feature SQL Server Query Store lassen sich Informationen zur Ausführung von Abfragen auf z. B. Dynamics NAV Datenbank aufzeichnen. Somit sind z. B. auch nach einem Neustart des SQL Server Dienstes die verwendeten Ausführungspläne noch verfügbar. Die Ausführungspläne können zusammen mit Statistiken (wichtig für Performance Optimierung) zur Ausführung der Abfrage über vorgefertigte Reports komfortabel analysiert werden.



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Ich sehe den „SQL Server Query Store“ als eine großartige Ressource und Ergänzung für Performance Tuning. Allerdings sollten sie die neue Möglichkeit der Performance Optimierung sorgfältig verwenden!


Was können sie tun, wenn immer wieder Performance Probleme in Dynamics NAV auftauchen?


Die meisten meiner Kunden haben komplexe Prozesse in ihrem Dynamics NAV abgebildet, die die Leistung beeinträchtigen, wobei das größte Problem dann Sperren, Deadlocks und Timeouts sind.

Während die Dimensionierung des NAV-Servers gut eingerichtet ist, sind im Bereich der SQL Server-Dimensionierung, Einrichtung, proaktive Überwachung, vorbeugende Wartung und Optimierung sehr oft nicht vorhanden. Die „SQL Server HW und SW Plattform“ ist ein sehr wichtiger Aspekt, wenn es um die richtige Leistung von NAV geht. Die Lösung könnte so einfach sein wie das Hinzufügen von RAM oder das Ändern von Festplatten.

Allerdings sobald alle diese Schritte durchgeführt wurden, sind Leistungsprobleme im stark individualisierten Dynamics NAV Lösungen immer noch wahrscheinlich.


In diesem Zusammenhang empfehle ich ihnen unsere „Vision 8 Performance Packs“.

Leider kommt man oft um ein Redesign für NAV (Pages, Berichte usw.), Datenarchivierung, Re-Codierung spezifischer Anwendungsbereiche nicht drum rum, um eine optimale NAV-Leistung zu erreichen.


Toller Hinweis…, aber wo fängt man und welche Tools helfen „Bad Code“ zu finden?


Aus meiner Sicht werden viele wichtige Tools im Bereich Performance Optimierung ab dem SQL Server 2012 mit liefert z. B. DTA (Database Tuning Advisor), Extended Events, Hypothetical Indexes, Performance Counters, SQLDiag (Sammeln von Diagnoseinformationen), SQLIO (Disk Subsystem Benchmark Tool) u.v.m.

Ab dem SQL Server 2014 SP 2 gibt es den neuen Kollegen „Query Store“, DBCC CLONEDATABASE (Kopie einer Datenbank nur mit Schema und Statistiken), In-Memory OLTP (Arbeitsspeicheroptimierung) usw.

Aber auch Dynamics NAV bietet eine Menge Tools und Funktion um Performance zu messen und zu optimieren z. B. „FULL SQL Trace“, „Data Collector Set“ für Microsoft Dynamics NAV „trace event data“ oder Dynamics NAV „Performance Counters“.

Leider können diese Tools nur einen Anhaltspunkt auf suboptimalen C/AL Code in Dynamics NAV liefern.


Aber im welchem Dynamics NAV Objekt ist der „bad“ C/AL Code?


Mit dieser Frage, beschäftige ich mich seit dem Jahr 2012 mit dem erscheinen von Dynamics NAV 2013. Aus diesem Grund habe ich von 2013 bis 2016 das „V8 NAV SQL Studio“ entwickelt. Für mein Team und mich ist bis heute das V8 Studio im Bereich Dynamics NAV, das „NAV Tool“, wenn es um C/AL Code und NAV Objekte geht. Von 2014 bis Sommer 2016 hatten wir das V8 Studio der „Dynamics NAV Welt“ angeboten – allerdings mit mäßigem Erfolg!



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Woran lag es, dass NAV Entwickler, Administratoren, Dynamics-NAV-Berater oder Projekt Manager nicht damit arbeiten wollten?

Es ist zu komplex!

Ein guter Kollege sagte zu mir, dass er oft auch unter Zeitdruck im Daily Business steht und keine Möglichkeit hat sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Okay. Also habe ich das Tool vom Markt genommen und aus Teilen des V8 Studios ein neues Tool entwickelt – den „V8 NAV SQL Monitor“.

Ich bin mir sicher, mit der richtigen Beratung (natürlich durch mich) und dem Einsatz der richtigen Kombination der vorhandenen Tools, finden sie ihren „bad“ C/AL Code und minimieren Performance Probleme in Dynamics NAV!


Gerne beantworte ich Ihnen persönlich weitergehende Fragen zu diesem Thema. Kontaktieren Sie mich einfach über unser Kontaktformular oder per E-Mail an info@dynamicsproject.com!

 

Olav Treffurt